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Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Trapped Cash“?

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Für Unternehmen und ihre Partner stellt „Trapped Cash“ im Ausland eine immer größer werdende Herausforderung dar. Glücklicherweise gibt es hierfür eine einfache Lösung in Form eines Frühzahlungsprogramms von C2FO. 

Nahezu täglich erscheinen neue Zeitungsartikel, die über die wachsenden Cash-Bestände von US-Unternehmen berichten, die diese im Verlauf der letzten zehn Jahre im Ausland aufgebaut haben.

Doch inwiefern kann das Anhäufen von Bargeld im Ausland zum Problem werden? Im Gegensatz zu anderen Unternehmenswerten bleibt Offshore-Cash eher inaktiv. Solche nicht genutzten Assets bremsen Innovation und Investitionen, gefährden die zukünftige finanzielle Performance und beunruhigen Aktionäre.

Das Ergebnis ist eine nicht ausreichende Nutzung dieses „Trapped Cash“, der sich laut Schätzungen von Analysten auf mehrere Billionen US-Dollar beläuft.

Der Anstieg der Dividenden, Aktienrückkäufe und Langfrist-Investitionsausgaben in den letzten Jahren unterstreicht, wie Unternehmen auf den Druck der Aktionäre diesbezüglich reagiert haben. „Trapped Cash“ stellt eine ernstzunehmende Herausforderung dar, denn Unternehmen, die lange damit warten, sich mit ihren wachsenden Auslandskonten auseinanderzusetzen – und dies gilt besonders für die Global-2000-Unternehmen –, riskieren dadurch erhebliche Auswirkungen auf ihre Marktkapitalisierung.

Anleger bewerten Banken üblicherweise nach deren Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, ROA). Es ist offensichtlich, dass sie bei der Bewertung von Unternehmen den gleichen Ansatz verfolgen. Für alle Unternehmen sollte an erster Stelle stehen, aus jedem Asset einen größtmöglichen Nutzen zu ziehen – und im Gegensatz zur bisherigen Geschäftspraxis sollte dies zukünftig auch in Bezug auf ausländische Assets gelten.

Glücklicherweise bieten Frühzahlungsprogramme wie C2FO eine effektive Möglichkeit, „Trapped Cash“ freizusetzen und seine Verwendung zu optimieren. Zunächst ist es jedoch hilfreich, zu verstehen, warum Unternehmen begonnen haben, ihre liquiden Mittel ins Ausland zu verlagern, und welche Anstrengungen bisher unternommen wurden, um diese Mittel zurückzubringen.

Steuersenkungen greifen nur bedingt 

Trotz der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump und dem Kongress, liquide Mittel im Ausland zurück in die USA zu bringen, bleibt „Trapped Cash“ im Ausland ein ernstzunehmendes Problem.

Laut einiger Quellen bewahren große multinationale US-Unternehmen weiterhin Barmittel in Höhe von 2,5 Billionen US-Dollar im Ausland auf. Selbst die 2018 erlassenen Steuersenkungen auf im Ausland erwirtschaftete Unternehmensgewinne konnten dem nur wenig entgegensetzen. Berichten zufolge transferierten Unternehmen nach Inkrafttreten der Steuersenkungen 2018 zwar 664,9 Milliarden US-Dollar zurück, allerdings blieb dieser Betrag stark hinter den von Präsident Trump vorhergesagten 4 Billionen US-Dollar zurück.

Das größte Hindernis für den Erfolg der Steuersenkung auf 15 % auf Unternehmensgewinne in den USA ist die Globalisierung. In Zeiten, in denen die Wirtschaft immer globaler und verflochtener ist, haben Unternehmen Strategien entwickelt, um ihre weltweiten Geschäftstätigkeiten zu optimieren. Die Umsetzung der richtigen Strategien kann je nach Rechtsordnung und Steuervorschriften kompliziert sein. Viele Unternehmen sind inzwischen jedoch zu steueroptimierten Unternehmensstrukturen übergegangen, im Rahmen derer sie große Bargeldvorkommen in Ländern wie Singapur, Irland und der Schweiz deponieren.

Interessanterweise haben Investoren nur die Standorte ausländischer Assets genau geprüft. Gesteigerte Auslandserträge werden als positiv angesehen, höheres Barvermögen im Ausland hingegen als negativ. Tatsächlich wird für die Bewertung des Unternehmenswertes Bargeld im Ausland von Investoren selten und von Finanzinstituten nie mit einbezogen.

Aus diesem Grund bieten Banken und Beratungsunternehmen Strategien an, um dieses Kapital wirkungsvoll einzusetzen, darunter komplizierte SPV-Strukturen (Special Purpose Vehicles), die als eine Art Wunderlösung für den Umgang mit „Trapped Cash“ gelten. Obwohl diese Konzepte elegant erscheinen, sind sie oftmals nur schwer umsetzbar und bergen erhebliche Risiken bei der Rechnungslegung.

Muss die Freisetzung von „Trapped Cash“ denn wirklich so kompliziert sein?

Bevor wir diese Frage beantworten, sollten wir zunächst erläutern, aus welchen Gründen Cash zu „Trapped Cash“ wird.

Um herauszufinden, ob Bargeld „Trapped Cash“ ist oder nicht, muss man sich anschauen, auf welche Art und Weise ein Unternehmen in ausländische Geschäftsaktivitäten investiert, an welche verschiedenen Steuervorschriften es sich halten muss, inwiefern es Wechselkursschwankungen ausgesetzt ist und welche Kosten bei einer möglichen Rückführung des Bargelds anfallen würden. Bei jedem dieser Faktoren ermittelt ein Unternehmen die Kosten und/oder Risiken, die mit der Verwendung dieses Bargelds verbunden sind, und vergleicht sie mit den Vorteilen, die sich aus der bloßen Aufbewahrung des Bargelds ergeben.

Die Einordnung von Cash als „Trapped Cash“ ist eine Geschäftsentscheidung, durch die der Shareholder-Value gesteigert werden soll. Dementsprechend muss auch die Verwendung von „Trapped Cash“ eine aktive Geschäftsentscheidung sein.

Frühzahlungslösungen

Es gibt viele teure und zeitaufwändige Methoden, ausländisches Kapital einzusetzen, die einen geringen Kapitalertrag bringen.

Eine einfache und schnellere Lösung ermöglicht es den Lieferanten eines Unternehmers, eine frühzeitige Zahlung gegen Skonto zu erhalten. Da die Finanzgeschäfte eines Unternehmens zentralisiert sind, ist dieser Ansatz sinnvoll, denn ausländische Tochtergesellschaften sind oft gut kapitalisiert und generieren einen erheblichen Bargeldumlauf aus ihrer Geschäftstätigkeit. Tatsächlich haben die meisten Unternehmen an solchen Niederlassungen keinen oder einen negativen Cash Conversion Cycle.

Durch ein Frühzahlungsprogramm können Lieferanten nicht nur ihre Zahlungszyklen beschleunigen, sondern das eingesetzte Bargeld führt gleichzeitig zu einer Steigerung der ausländischen Erträge. Frühzeitige Zahlungen wirken sich auch positiv auf die Anteilseigner aus, denn Investoren sehen sowohl den Einsatz von ausländischen Barmitteln als auch verbesserte Margen als positiv an. Sowohl für Anteilseigner als auch Investoren steht ein gesteigertes EBITDA immer an erster Stelle.

Vorteile durch C2FO

Unter den Anbietern von Frühzahlungslösungen bietet C2FO den effizientesten Ansatz für den Einsatz von „Trapped Cash“. Zu den wichtigsten Vorteilen für Unternehmen gehören:

  • Generierung einer stärkeren, risikofreien Cash-Rendite, die zu einer Verbesserung von EBS und EBITDA beiträgt
  • Einfache Implementierung, was zu Einsparungen bereits im nächsten Geschäftsquartal führt
  • Verwandelt inaktive Bargeldmittel in Working Capital für Lieferketten
  • Keine Langfrist-Investitionen erforderlich

Viele führende Unternehmen setzen die Frühzahlungsprogramme von C2FO ein, um den Cashflow zu beschleunigen und die Auslandserträge in ihren weltweiten Betriebszentren zu erhöhen. Die durchschnittlichen Jahreserträge dieser Unternehmen liegen bei über 5 % und steigen in einigen Ländern sogar auf mehr als 10 % an.

Da der Working Capital-Markt rechtlich unabhängig und währungsneutral ist, kann er problemlos über die gesamte Unternehmensstruktur hinweg eingesetzt werden, insbesondere in Ländern mit dem größten Kapital.

Und da C2FO den Geldtransfer zwischen den Parteien zudem weder beeinflusst noch begünstigt, treten keinerlei Regulierungsprobleme auf. Unternehmen und Lieferanten weltweit arbeiten Tag für Tag zusammen, um den besten Preis für beschleunigte Zahlungen auszuhandeln. Da Lieferanten ihre eigene Rate für die frühzeitige Zahlung angeben können, stellt C2FO ein wertvolles Instrument für Corporate Social Responsibility und die finanzielle Gesundheit der Lieferanten dar.

Zusammengefasst

Treasurers und CFOs können sich darauf einstellen, dass das Thema „Trapped Cash“ in der Zukunft weiterhin präsent sein wird.

Solange keine global gültigen Reformen in Kraft treten, werden Unternehmen weiterhin rechtliche Strukturen optimieren, die sich positiv auf ihre Erträge und Aktionäre auswirken. Auch die internationale Expansion von Unternehmen wird in rasantem Tempo fortschreiten.

Doch manchmal kann eine komplexe Herausforderung, wie die Freisetzung von „Trapped Cash“, mit einer relativ einfachen Lösung angegangen werden. Eine solche Lösung ist der Einsatz von Kapital zur Beschleunigung von Zahlungen. Der Frühzahlungsmarkt bietet hierfür das effizienteste Mittel. Sowohl die Auslandserträge als auch die Aktionärsstimmung und die Situation von Lieferanten profitieren von diesem Ansatz.

Der Einsatz inaktiver Assets steigert die Marktkapitalisierung. Die „wirklich“ dynamische Diskontierungs-Plattform von C2FO ist in diesem Bereich die weltweit führende Lösung.